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Darmstadt, Hessisches Staatsarchiv, Bestand A 1 Nr. 20/21

Urkunde: Erbbestandsverleihung zugunsten des Ehepaars Keim in Biblis

[Heidelberg], 1. April 1612 , Ausfertigung

Pergament

Die Geistliche Güteradministration gibt Valentin Keim, Gemeindemann zu Biblis, und dessen Ehefrau Apollonia 3 Morgen und 3 Viertel Acker in Erbbestand. Diese Güter rühren vom Hofgut des Klosters Lorsch in Biblis her, das 46 Morgen und 3 Mannesmahd Wiese umfasst und jährliche Einkünfte von 16 Malter Korn und 16 Malter Hafer generiert, und dessen Grenzen auf Betreiben des Gerichts [zu Biblis] neu vermessen wurden, wobei genannte Stücke dem Hofgut zufielen. Die Eheleute verpflichten sich, die Güter nur mit Zustimmung des Schaffners in Lorsch zu veräußern und das Laudemium dem Kloster Lorsch zu zahlen. Als Zins haben die Eheleute jährlich 1 ½ Malter Korn und 1 ½ Malter Hafer Wormser Maß am Tag des hl. Martin [11. November] zu entrichten. Alle 15 Jahre sind die Grenzen zu begehen und ist eine besiegelte Bestätigung dessen dem Schaffner zu Lorsch auszuhändigen. Für die Überbesserung müssen die Eheleute 60 Gulden aufbringen, die sie mit der ersten Pacht am Tag des hl. Martin [11. November] 1612 zu begleichen haben. Bei den in Erbbestand gegebenen Gütern handelt es sich um 3 Viertel im Hohen Feld, grenzen an das Gut des Philipp Bauer, Bürger und Schlosser zu Bensheim, der Kirche zu Biblis, den Gemeinen Weg und die Allmende; 1 ½ Morgen ebenda, grenzen an das Gut des gnädigen Herrn [Pfalzgrafen bei Rhein], des Ulrich Haußman, des Karmeliterklosters zu Worms, des Wendelin Keim des Jüngeren und der Deutschordenskommende zu Worms; 1 ½ Morgen ebenda, grenzen an das Gut der Deutschordenskommende zu Worms, der Kirche zu Biblis und des Stifts St. Andreas zu Worms. Pfalzgraf Johann [II. von Pfalz-Zweibrücken] gibt als Vormund Pfalzgraf Friedrichs [V.] seine Zustimmung.
Ankündigung des Siegels Johanns [II. von Pfalz-Zweibrücken], Administrator der Kurpfalz.
So geben vnndt geschehen den ersten tag Aprill. Alß man zahlt nach der geburt Christj Ein tausent Sechshundert vnndt zwölff Iahr.

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Persistent URL: https://archivum-laureshamense-digital.de/view/sad_a1_nr_20_21
URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-375117   
DOI: 10.11588/diglit.37511
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