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Darmstadt, Hessisches Staatsarchiv, Bestand B 3 Nr. 226

Urkunde: Weistum über die Rechte des Grafen von Katzenelnbogen in Auerbach

Kloster Lorsch, 1422 März 10 , Abschrift

Papier

Konrad Spengeler, Kleriker der Mainzer Diözese und kaiserlicher Notar, beurkundet einen zu Auerbach abgehaltenen Gerichtstag bezüglich der Gerichtsrechte des Grafen Johann [IV.] von Katzenelnbogen. Anwesend sind Ulrich Echter, Propst des Klosters Lorsch, Johann von Rüdesheim, Bruder des Prämonstratenserordens, Hermann zu der Linden, Kaplan zu Bensheim, Gerhard, Kaplan auf dem Schloss Auerbach, und die Junker Johann Werberg zu Bensheim, Hans Wallrab, Wilhelm Jude vom Stein, Gerlach von Hartenau und Hans Pheiser. Ebenfalls anwesend sind der Auerbacher Schultheiß Dietrich Hauenstein und die Gerichtsschöffen Johann Muller der Alte, Johann Kitzfelder, Heinrich Genen, Konrad Wieckenant, Johann Gnene, Johann Augenrich, Johann Becker, Klaus Krombecher der Junge, Johann Windecker, Peter Bode, Heinrich Muller, Peter Dixpolt und Werner Huwenstein. Dieter von Hadamar, Landschreiber des Grafen Johann von Katzenelnbogen, und Junker Hermann von Rodenstein befragen die Schöffen nach den Rechten und Freiheiten des Grafen in diesem Gericht. Nach der Beratung lassen die Schöffen durch einen der ihren namens Johann Augenrich Folgendes verkünden: Geschehen Rechtsverletzungen im Dorf oder Feld zu Auerbach, steht es dem Herrn des Schlosses Auerbach zu, nach seinem Ermessen Strafen zu verhängen. Er kann in seinem Gericht zu Auerbach nach seinem Ermessen gebieten und verbieten. Schlagen sich in Zwingenberg zwei Personen auf der Ringmauer und einer von ihnen fällt herab, dann muss der Schuldige dem Herrn des Schlosses Auerbach diesen Frevel büßen, während derjenige, der in der Stadt bleibt, von dem Herrn zu Zwingenberg bestraft wird. Der Gerichtsbezirk reicht von der Orbisklinge an der Grenze zu Zwingenberg bis oberhalb von Auerbach auf das Hochbord. Alle Güter innerhalb dieses Gerichts dürfen nur vor dem Gericht vergeben werden. Niemand, der Güter im Auerbacher Gericht hat, darf sein Gut ohne das Gericht veräußern oder vergeben.
Unterschriftsformel des kaiserlichen Notars Konrad Spengeler.
Acta sunt hec Anno domini Mo CCCCo XXIJo Indicione quintadecima die vero decima Mensis Marcii hora vesperorum vel quasi.

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Persistent URL: https://archivum-laureshamense-digital.de/view/sad_b3_nr_226
URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-375630   
DOI: 10.11588/diglit.37563
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