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Interaktive Karten

Neben dem Zugang zu den im Lorscher Codex enthaltenen Informationen über die Edition und Übersetzung sowie die alphabetische Ortsliste wird ein interaktiver, räumlicher Zugang über Karten angeboten.

Bitte beachten Sie die mit den Darstellungsformen und der Aufbereitung der Daten einhergehenden Einschränkungen. Durch die hohe Anzahl an darzustellenden Objekten kann der Aufbau der interaktiven Karten auf Google Maps und OpenStreetMap verzögert erfolgen.

Die im Lorscher Codex genannten Orte unterlagen seit dem Mittelalter zahlreichen Veränderungen. Nicht selten bestehen sie heute aus Teilorten (Unter-, Ober-, Klein-, Groß-, Vorder-, Hinter- etc.). Da in diesen Fällen die historische Ortsnamensnennung nicht immer einem der heutigen Teilorte definitiv zugeordnet werden kann, werden zum Teil beide Ortsteile als Treffer angezeigt.

1. Kartenansichten in Google Maps

Die ca. 1.300 im Codex erwähnten Orte, denen näherungsweise Koordinaten zugewiesen wurden, können in Google Maps angezeigt werden (Link1).

Die geographische Verteilung der ca. 1.150 darunter befindlichen Besitzorte von Hattem in den Niederlanden im Norden, Reams in der Schweiz im Süden, Ebach in Mittelfranken im Osten sowie Cortryk in Belgien im Westen, die Sie über Link2 betrachten können, verdeutlicht die enorme Erstreckung der Besitztümer des Klosters Lorsch vom 8. Jahrhundert bis um ca. 1100.

2. Kartenansichten in OpenStreetMap

Wer die Kartenansichten lieber über die offene Plattform "OpenStreetMap" betrachten möchte, der nutze bitte die nebenstehenden Links. Auch hier können entweder alle im Lorscher Codex genannten Orte visualisiert werden (Link 1) oder nur die als Besitzorte vermerkten (Link 2).

Leider können bei OpenStreetMap die unter Punkt 4 aufgeführten Symbole nicht eingebunden werden. Eine Differenzierung wie bei Google Maps bzw. Google Earth ist daher nicht möglich.

3. Kartenansichten in Google Earth

Weitere Möglichkeiten der experimentellen Visualisierung eröffnen sich durch die Einbindung der ermittelten Georeferenzierungen zum Lorscher Codex in Google Earth.

Voraussetzungen hierfür sind:

  1. Die Installation von Google Earth auf dem lokalen Rechner.
  2. Die Einbindung der hier zum Download bereitgestellten KML-Dateien

Die jeweils aktuellen KML-Dateien für Google Earth finden Sie über folgende Datenpublikation doi:10.11588/data/10063

Funktionalitäten in Google Earth

Gelände mit Überhöhung

Um einen Eindruck vom Gelände zu erhalten, kann in Google Earth eine Verstärkung der Höhenunterschiede eingestellt werden. (Über „Tools/Optionen” unter „Gelände” die Höhenverstärkung auf den gewünschten Wert zwischen 0 und 3 einstellen; zur Neigung der Kartenansicht muss innerhalb des Kompass oben rechts auf den Pfeil oberhalb des Augensymbols geklickt und der gewünschte Winkel eingestellt werden.)

Zeitschieberegler

In Google Earth können die erfassten Zeitangaben mit dem Zeitschieberegler (oben links in Google Earth) chronologisch angezeigt werden. Für die Orte im Lorscher Codex wurden Zeitspannen erfasst: als Startpunkt jeweils die Erstnennung des Ortes in den Urkunden und als Endzeitpunkt das aktuelle Jahr.

Historische Karten

Um die Orientierung in der vorindustriellen Landschaft zu erleichtern, wird in dem Georeferenzierungsprojekt mit dem HGIS-Club die Einbindung historischer Karten erprobt. Diese können auch dabei helfen, über Flurnamen aufgelassene Siedlungen (Wüstungen) zu verorten.

Aktuell genutzt werden kann die Karte des Deutschen Reichs von 1893, die durch die David Rumsey Map Collection zur Verfügung gestellt wird. Die 674 einzelnen Karten im Maßstab 1:100.000 wurden mit sehr hoher Auflösung eingescannt und digital zu einer riesigen Gesamtkarte zusammengesetzt, die ausgedruckt etwa 12 x 10 m groß wäre. Im Rahmen des Projekts wurde die gedruckte, zweidimensionale Form der Karte auf die Erdoberfläche zurück projiziert, so dass die Lage der auf der Karte genannten Orte nun ihrer tatsächlichen Lage auf dem virtuellen Globus entspricht.

Außerdem kann Blatt 7 (Heidelberg) der "Topographischen Karte über das Grossherzogthum Baden" von 1841 in die Google Earth-Ansicht eingeblendet werden. Um die historischen Karten anzuzeigen, haken Sie bitte in der linken Navigationsleiste unter "Karten" die jeweilige Karte an.

4. Übersicht der in den Karten verwendeten Symbole

  • Icon rotes Haus für Siedlung Siedlung
  • Icon graues Haus für Siedlung ohne Jahresangabe Siedlung ohne Jahresangabe
  • Icon grüner Durchgang für Wüstung Wüstung (heute nicht mehr existierender Ort)
  • Icon grauer Durchgang für Wüstung ohne Jahresangabe Wüstung ohne Jahresangabe
  • Icon gelbes Kloster Kloster
  • Icon graues Kloster für Kloster ohne Jahresangabe Kloster ohne Jahresangabe
  • Icon blauer Turm für Burg Burg
  • Icon grauer Turm für Burg ohne Jahresangabe Burg ohne Jahresangabe
  • Icon grüner Berg Berg
  • Icon grauer Berg für Berg ohne Jahresangabe Berg ohne Jahresangabe

Weitere Informationen

Weitere Informationen und eine ausführlichere Anleitung zu Google Earth finden Sie auf den Seiten des HGIS Club.

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